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Kammerkonzert

21. Februar von 18:00 - 19:30

- Kostenlos

Das AJUS-QUARTETT gastiert in der Evangelischen Immanuelkirche Königstein und bringt zwei anspruchsvolle Werke aus dem Bereich der Kammermusik zu Gehör.

Auf dem Programm stehen das Klavierquartett von Aaron Copland sowie das Klavierquartett Nr. 1 von Johannes Brahms.

Aaron Copland (1900-1990) gilt als einer der wichtigsten Vertreter der amerikanischen Moderne. Geboren in Brooklyn (New York) in eine jüdische Familie von litauischer Herkunft, erlebte Copland seine Studienjahre in Frankreich u. a. bei Nadia Boulanger. Copland – bestrebt, seinen musikalischen Horizont zu erweitern – wandte sich auch den neuen Stilrichtungen des Jazz und der Filmmusik zu. In der repressiven McCarthy-Ära zu Beginn der 1950er Jahre geriet Copland wegen seiner linksintellektuell-kosmopolitischen Einstellung ins Visier der staatlichen Verfolgung. Copland wurde auf die schwarze Liste der Hollywood-Studios gesetzt; man entfernte seine Musik aus dem Eröffnungskonzert für die Präsidentschaft Eisenhowers. In dieser Atmosphäre der Einschüchterung und Repression komponierte Copland 1950 sein dreisätziges Klavierquartett. Strukturell an Arnold Schönbergs Zwölftontechnik angelehnt, wird im ersten Satz in einer Ganzton-Reihe an den Bach-Choral „Es ist genug“ erinnert.

Das viersätzige Klavierquartett Nr. 1 g-Moll op. 25 von Johannes Brahms (1833-1897) entstand 1861 in Wien während einer Zeit des regen Gedankenaustausches mit dem befreundeten Geiger Joseph Joachim. Angeregt durch Konzerte von Csárdás-Kapellen, die Brahms im Prater häufig miterlebte, ist die ungarische Musik mit ihrer Chromatik, den kraftvollen Rhythmen und der latenten Melancholie inspiratorische Quelle des Werkes, nicht nur im letzten und sicher bekanntesten Satz „Rondo alla Zingarese“. Besonders eindrucksvoll sind die Klavierkadenzen und das spannungsreiche Finale, in dem virtuose und folkloristische Elemente zu einem packenden Schluss zusammenfinden.

Es musiziert das AJUS-QUARTETT mit Susanne Stoodt (Violine), Annette Stoodt (Viola), Joachim Griesheimer (Violoncello) und Ulrich Koneffke (Piano).

Der Eintritt zu diesem hochkarätigen Konzert – das im Spannungsfeld von Tradition, Fortschritt und Überwindung von Grenzen steht – ist frei.

Foto: AJUS-Quartett. Bildrechte: Georg Hoch, hochmedia