14,4 Milliarden Euro Bruttospielertrag haben die legalen Glücksspielanbieter in Deutschland im Jahr 2025 erzielt. Das steht im neuen Tätigkeitsbericht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, kurz GGL, den ich mir diese Woche vollständig durchgelesen habe. Der Online-Glücksspielmarkt in Deutschland ist damit zurück auf dem Niveau von vor der Pandemie. Beim Lesen hat mich allerdings eine andere Zahl stärker beschäftigt: Fast jeder vierte Euro, der im Online-Glücksspiel eingesetzt wird, fließt weiterhin an Anbieter ohne deutsche Erlaubnis.
Der legale Markt kehrt zurück
Das Online-Glücksspiel trug 3,5 Milliarden Euro zum Gesamtergebnis bei, das entspricht einem Anteil von 25 Prozent. Sportwetten machten davon 1,9 Milliarden Euro aus, virtuelle Automatenspiele und Online-Poker kamen auf 0,6 Milliarden Euro. Der Rest entfällt auf das klassische Angebot, also Spielhallen, stationäre Casinos und das Lotteriegeschäft.
Mein Eindruck nach der Lektüre: Die Rückführung der Spieler in den regulierten Markt funktioniert besser, als Kritiker des Glücksspielstaatsvertrags von 2021 lange behauptet haben. Deutsche Spielerinnen und Spieler kehren in großer Zahl zu den lizenzierten Plattformen zurück. Sie tun das offenbar freiwillig, weil die legalen Angebote technisch inzwischen mit dem Schwarzmarkt mithalten können. Das war vor einigen Jahren noch anders.
Rekordjahr bei der Verfolgung
Die Behörde hat 2025 insgesamt 531 Verwaltungsverfahren geführt und 2.263 Webseiten überprüft. 254 illegale Betreiber wurden nach Angaben der GGL vom Markt gedrängt, 1.208 illegale Glücksspielseiten gingen vom Netz. Das sind die höchsten Werte seit Gründung der Behörde. Ich erinnere mich noch an die Anfangsjahre, in denen Beobachter die GGL gern als zahnlosen Tiger bezeichneten. Diese Zahlen lesen sich anders.
Das Vorgehen gegen illegale Anbieter bleibt mühsam, weil viele Server im Ausland stehen und die Betreiber ihre Seiten unter wechselnden Adressen neu aufsetzen. Dass die Behörde hier messbare Erfolge vorweist, hängt auch damit zusammen, dass Zahlungsdienstleister illegale Angebote inzwischen konsequent aussperren müssen. Wer kein Geld mehr einziehen kann, gibt den Markt schneller auf.
Fast jeder vierte Euro geht an den Schwarzmarkt
So erfreulich die Marktzahlen wirken, so nüchtern fällt der Blick auf die Schattenseite aus. Eine wissenschaftliche Studie des Blockchain Research Lab kommt zu dem Ergebnis, dass 22,97 Prozent der Online-Bruttospielerträge weiterhin bei nicht lizenzierten Anbietern landen. In Geld ausgedrückt sind das 547 Millionen Euro. Die Kanalisierungsquote liegt damit bei rund 77 Prozent.
Was heißt das konkret? Wer auf einer illegalen Seite spielt, verzichtet auf die Schutzmechanismen, die der deutsche Staatsvertrag vorschreibt. Das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro existiert dort nicht. Die Sperrdatei OASIS, über die sich gefährdete Spieler anbieterübergreifend ausschließen lassen, greift ebenfalls nicht. Und die Auszahlungsquoten kontrolliert schlicht niemand. Im Streitfall steht der Spieler allein da. Dass fast ein Viertel des Online-Umsatzes an diesen Systemen vorbeifließt, ist aus meiner Sicht das eigentliche Alarmsignal des Berichts.
Woran man legale Angebote erkennt
Die gute Nachricht: Legale Plattformen lassen sich zuverlässig identifizieren. Die GGL führt eine offizielle Whitelist aller Anbieter mit deutscher Erlaubnis, ein Blick dorthin genügt für den ersten Check. Lizenzierte Seiten verlangen außerdem eine Identitätsprüfung bei der Registrierung und binden jedes Konto an das zentrale Limit- und Sperrsystem. Für viele Menschen gehört ein gelegentliches Spiel am Automaten oder ein Wettschein zur Freizeit wie Streaming oder ein Videospiel. Genau deshalb lohnt es sich, bei der Wahl des Anbieters so sorgfältig zu sein wie bei jedem anderen Abo.
Lizenzierte Plattformen weisen ihre deutsche Erlaubnis offen aus und versehen die Anmeldung mit einer echten Identitätsprüfung. Wer dann bei einem legalen Anbieter mit deutscher Lizenz ein Spielerkonto eröffnen möchte, findet den Winairlines Login direkt auf der offiziellen Seite und kann dort Slots und Sportwetten mit aktivem Spielerschutz nutzen. Der Unterschied zum Schwarzmarkt liegt weniger im Angebot selbst. Er liegt in dem, was im Hintergrund läuft: Einzahlungslimits greifen, und eine einmal gesetzte Sperre wirkt bei jedem lizenzierten Anbieter. Illegale Seiten kennen solche Mechanismen schlicht nicht.
ADFC